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Hochwasser in Muhen: 10 Meldungen, ein Abend, lückenlos dokumentiert

Praxisbericht der Feuerwehr Entfelden-Muhen, 18.07.2026

Am Samstag, 18. Juli 2026, entlud sich eine Gewitterzelle über Muhen: rund elf Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde, dazu Hagel, der Einlaufschächte verstopfte. In einem kleinen Gebiet standen rund 15 Keller mehr oder weniger unter Wasser. Die Feuerwehr Entfelden-Muhen arbeitete die eingegangenen Meldungen mit zwölf Einsatzkräften, vier Fahrzeugen und diversem Wasserwehrmaterial ab - koordiniert über die Elementar-App.

10Schadensmeldungen
< 90 Min.von der ersten Meldung bis alle erledigt
90protokollierte Statusschritte
1gemeinsames Lagebild für alle

Die Ausgangslage

Zehn Schadensmeldungen wurden in der App erfasst. Vier betrafen Rückstau aus der Kanalisation, der Wasser in Keller drückte. Sechs weitere Ereignisse gingen auf Oberflächenwasser zurück: verstopfte Abläufe, überlastete Rinnen, Wasser, das über Velorampen und Garagen in Kellerräume lief. Typisch für ein Elementarereignis: viele Schauplätze gleichzeitig, alle wollen sofort Hilfe - und die besonders heftigen Fälle müssen zuerst drankommen. Genau dafür ist die Priorisierung nach rot, gelb und grün gemacht.

So lief der Einsatz

  • 19:37 Uhr - Die Einsatzleitung eröffnet den Einsatz in der App. Ab jetzt arbeiten alle Beteiligten auf demselben Lagebild.
  • ab 20:27 Uhr - Die Schadensmeldungen werden mit Adresse, Kontakt und Beschreibung erfasst und erscheinen auf der Einsatzkarte.
  • Rekognoszierung - Die Ereignisse werden vor Ort beurteilt, nach Dringlichkeit priorisiert (rot/gelb/grün) und mit Fotos dokumentiert.
  • 21:45 Uhr - Das letzte Ereignis ist erledigt. Alle zehn haben den kompletten 9-Schritte-Workflow durchlaufen - jeder Schritt mit Zeitstempel und verantwortlicher Person.
Überfluteter Kellerboden nach Rückstau - dokumentiert in der Elementar-App
Vor Ort fotografiert und direkt dem Ereignis zugeordnet: überfluteter Kellerraum in Muhen.

Was nach dem Einsatz bleibt

Jede Meldung, jede Priorisierung und jeder Abschluss ist mit Uhrzeit und Verantwortlichkeit festgehalten - insgesamt 90 protokollierte Statusschritte. Fragen von Gemeinde, Versicherungen oder Geschädigten lassen sich auch Wochen später präzise beantworten, ohne Zettelsammlung und ohne Gedächtnisprotokoll.

"Vor Ort schnell und einfach erfasst, alle Beteiligten informiert, und am Schluss sauber dokumentiert. Genau das haben wir in der Ausserordentlichen Lage gebraucht."

Stefan Ochsner, Kommando Feuerwehr Entfelden-Muhen

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